Fasermischungen

Textilien bestehen vielfach aus Mischungen verschiedener Fasern.

Häufige Mischungen sind:

  • Baumwolle mit Leinen
  • Baumwolle mit Chemiefasern, z. B. Viskose, Modal, Polyamid, Polyester
  • Wolle mit Seide
  • Wolle mit Chemiefasern, z. B. Polyamid, Polyacryl, Polyester
  • Chemiefaser mit Chemiefaser, z. B. Viskose mit Polyamid, Polyester mit Polyacryl, Polyamid mit Elasthan

 

Es gibt Mischgespinste und Mischgewebe. Bei den Mischgespinsten wurde das Fasermaterial vor dem Spinnen zusammengefügt, bei Mischgeweben sind Kette und Schuss aus unterschiedlichem Material. Auch beim Zwirnen können Fasern verschiedener Herkunft zusammengedreht werden.

Durch das Kombinieren verschiedener Fasern erreicht man bei Textilien einen besonders hohen Gebrauchswert. Die vorteilhaften Eigenschaften der verschiedenen Fasern werden vereinigt und dadurch gleichzeitig die negativen Eigenschalten verdrängt.

So sind z. B. Textilien aus Mischungen von Natur- und Chemiefasern

  • haltbarer und pflegeleichter als solche aus reinen Naturfasern,
  • hautfreundlicher als solche aus reinen Chemiefasern,
  • weniger filzend und formbeständiger als solche aus reiner Wolle.

 

Je größer der Anteil einer Faserart ist, um so stärker beeinflusst sie die Eigenschaften des Artikels. Sind z.B. Chemiefasern mit einem hohen Anteil vertreten, ist das Erzeugnis zwar strapazierfähig und leicht zu pflegen, jedoch sind die Luftdurchlässigkeit und die  Saugfähigkeit gering, d.h., bei starker Schweißabsonderung klebt das Kleidungsstück an der Haut.

Die Pflege richtet sich nicht nach dem prozentualen Anteil der Faser, sondern nach der empfindlichsten Faserart. So ist z.B. ein Kleidungsstück aus 67% Baumwolle und 33% Viskose wie Viskose zu behandeln.

Ein anderer Zweck der Fasermischung ist die Preisgestaltung. Naturfasern sind teurer als Chemiefasern. Mit Naturfasern allein wäre der heutige Textilkonsum nicht zu befriedigen.